Ja zu Frieden und Sicherheit!

Ja zu Frieden und Sicherheit!

„Ich bin nicht streitsüchtig, aber diesmal geht es um die Wurst.“ Generalstabschef Edmund Entacher fand wieder einmal klare Worte, in diesem Fall im Rahmen eines Vortrags unter dem Titel „Überlegungen zum Wehrsystem“ anlässlich einer Veranstaltung der GÖD-Bundesheergewerkschaft in der Wiener Hofburg.

Über alle Fraktionen hinweg spannten Experten aus den unterschiedlichsten Perspektiven einen weiten Bogen der Argumente – Zahlen, Daten und Fakten rund um das Thema Wehrpflicht kamen unzensuriert auf den Tisch, Informationen aus erster Hand, profund und sachlich, waren das Ergebnis. Am 20. Jänner wird Österreich eine historische Entscheidung fällen, eine Entscheidung, von der es realpolitisch kein Zurück mehr gibt. Sie sollte daher wohl überlegt sein und nicht halbherzig, aus parteipolitischen Überlegungen oder einer Emotion heraus getroffen werden. Es geht um eine sachliche Prüfung der Argumente, und die sprechen eine deutliche Sprache.

Doch machen Sie sich selbst ein Bild. Faktum ist ... Wehrpflicht versus Bundesheer.

Die zentralen Aussagen der Experten auf einen Blick:

• „Es geht bei dieser Entscheidung nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um den sozialen Frieden in unserem Land.“ (Mag. Walter Feichtinger, Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement)

• „Die Einführung eines Berufsheeres ist eine grundlegende Entscheidung und erfordert eine Verfassungsänderung.“ (Mag. Walter Hirsch, Dienstrechtsreferent der Bundesheergewerkschaft)

• „Bei einer Abschaffung der Wehrpflicht würden ab 1. Jänner 2014 mit einem Schlag nur mehr 16.000 statt 55.000 Soldaten zur Verfügung stehen. Das bedeutet ein uneinschätzbares Sicherheitsrisiko für Österreich.“ (Brigadier MMag. Harald Vodosek, Leiter der Abteilung Rüstungspolitik im Bundesministerium für Landesverteidigung)

• „Ein Berufsheer bringt Entsolidarisierung mit sich. Und dagegen sollten wir uns in unserer postmaterialistischen Gesellschaft wehren.“ (General Edmund Entacher)

Gewinn für Österreich

In den vergangenen Wochen wurde viel polemisiert, die Wahrheit hin und wieder überdehnt, doch auch viel zu einer Versachlichung der Diskussion beigetragen. Nach Prüfung aller Für und Wider gibt es nur eine richtige Entscheidung, oder um mit General Entacher den Dichter Joachim Ringelnatz zu zitieren:

„In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona, auf der Chaussee,
taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.“

Dem ist nichts hinzuzufügen!