Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

ArbeitnehmerInnen

Entlastung der Pendlerinnen und Pendler

Anfang Juli 2008 wurde auf die steigenden Kosten für die österreichischen Autofahrerinnen und Autofahrer reagiert und das Pendlerpauschale um 15 Prozent erhöht. Zeitgleich wurde das amtliche Kilometergeld von 38 Cent auf 42 Cent angehoben.
Bereits seit 1. Juli 2007 gilt der Pendlerzuschlag in der Höhe von 90 Euro für Kleinverdiener. Dieser Pendlerzuschlag von bis zu 90 Euro gilt für all jene, die monatlich weniger als 1.130 Euro verdienen, somit keiner Lohnsteuerpflicht unterliegen und folglich auch keine Pendlerpauschale geltend machen können. Dieser Umstand trifft vor allem Teilzeitkräfte und Lehrlinge, obwohl auch diese finanzielle Belastungen durch das tägliche Pendeln auf sich nehmen.

Verlängerung der Langzeitversichertenregelung bis 2010

Die Leistung von Männern und Frauen, die 45 bzw. 40 Jahre im Erwerb waren und damit das Pensionssystem maßgeblich mitfinanziert haben, muss durch eine abschlagsfreie Pension besonders honoriert werden. Eine Verlängerung bis 2010wurde auf Drängen des ÖAAB umgesetzt.

Abschaffung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für kleine Einkommen

Etwa 1 Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit besonders niedrigem Einkommen werden durch eine Einschleifregelung bei der Arbeitslosenversicherungsbeitrages entlastet. Seit 1. Juli 2008 zahlen Bezieher kleiner Einkommen (bis 1.100 Euro) überhaupt keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag. Zwischen 1.100 und 1.200 Euro beträgt der Versicherungssatz 1% (statt 3) und zwischen 1.200 und 1.350 Euro 2% (statt 3).

Verbesserung und Flexibilisierung der Bildungskarenz

Seit 1.1.2008 kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer/in ab dem zweiten Arbeitsjahr gegen Entfall des Entgeltes für mindestens 3 Monaten bis maximal einem Jahr eine Bildungskarenz vereinbart werden.